Karlsruher Grat

Der Karlsruher Grat ist die schwierigste Felstour im Nordschwarzwald und bietet viele Abschnitte mit alpinem Charakter. Der 2,7 km lange Pfad über die Felsen ist schmal und erfordert immer wieder Klettereinlagen. Dafür bietet er aber auch herrliche Ausblicke. Er liegt im Naturschutzgebiet Gottschlägtal – Karlsruher Grat.

Der Karlsruher Grat ist von der Schwarzwaldhochstrasse aus zugänglich, meist wird er jedoch vom Wanderparkplatz bei den Edelfrauengrabwasserfällen in Ottenhöfen aus begangen. Der Weg führt vom Wanderparkplatz nach dem Kieswerk in die Schlucht des Gottschlägbachs, an der Auskolkungshöhle Edelfrauengrab und zahlreichen Wasserfällen vorbei stetig bergan, immer auf der im Sinne des Aufstiegs linken Hangseite, zweigt dann weiter hinten im Tal von einem breiten Holzabfuhrweg in spitzem Winkel nach links ab und führt auf den Grat hinauf. Oben folgt man den Schildern Kletterpartie. Für Ungeübte bietet sich ein schmaler Waldpfad am Nordrand des Grates zur vollständigen oder teilweisen Umgehung an.

Vom Bosensteiner Eck aus folgt man der blauen Raute bergab nach Westen und stößt nach wenigen hundert Metern auf die ersten Porphyrfelsen. Auf dem Grat selbst verlaufen keine Drahtseile, Leitern oder Farbmarkierungen, weswegen die genaue Route jeweils selbst gewählt werden kann. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie gutes Schuhwerk sollten unbedingt vorhanden sein. Auch sollte man den Grat nach Regen aufgrund der Rutschgefahr meiden. Die Kletterei nimmt je nach Können etwa eine halbe bis eine Stunde in Anspruch.

Abseits des Klettersteigs ist das Klettern im Naturschutzgebiet nur an einer Stelle des Grates, dem Eichhaldenfirst, erlaubt.

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© Kopfbild: Elmar Gaiser